Halbzeit in unserem Jungjägerkurs – ein kleiner Rückblick der angehenden Waidfrauen und Waidmänner

Waidmannsheil!

Wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Jungjägerkurses der Kreisjägerschaft, staunen selbst ein wenig darüber, wie schnell die Zeit vergangen ist: Die Hälfte unserer Ausbildung liegt nun bald hinter uns – und schon jetzt fühlen wir uns deutlich näher am Ziel, die Jägerprüfung erfolgreich zu bestehen.
In den vergangenen Wochen haben wir einen umfangreichen Einblick in die faszinierende Welt der Jagd erhalten. Von der Wildbiologie über das Ansprechen des Wildes bis hin zu Wildkrankheiten – jedes Unterrichtsfach hat uns ein Stück tiefer in das Handwerk der Waidgerechtigkeit geführt. Besonders spannend war für viele von uns das erste sichere Erkennen von Raub-, Feder- und Schalenwild. Man merkt schnell: Jagd ist weit mehr als „einfach nur draußen sein“ – sie ist Verantwortung, Wissen, Tradition und Respekt vor dem Wild und der Natur.
Ein besonderer Höhepunkt war u.a. der Besuch der Hegeringleiter, die uns ihre jeweiligen Reviere und Aufgaben vorgestellt haben. Motiviert haben sie uns erklärt, wie wichtig das Zusammenspiel aus Erfahrung, Wissen und jagdlicher Leidenschaft ist.
Überhaupt sind wir beeindruckt von der Hingabe, mit der die erfahrenen Jägerinnen und Jäger der Kreisjägerschaft den Unterricht gestalten. Ob Exponate aus der heimischen Tierwelt, spannende Anschauungsstücke, oder die Vorstellung ihrer Jagdhunde – wir erleben Jagdwissen nicht nur aus dem Lehrbuch, sondern ganz praktisch und mit allen Sinnen. Dass uns so viele passionierte Waidleute zur Seite stehen, macht den Kurs für uns besonders wertvoll.
Und natürlich kommt auch die Praxis nicht zu kurz: Die Kreisjägerschaft ermöglicht uns, an Treib- und Drückjagden teilzunehmen und so echtes jagdliches Brauchtum kennenzulernen. Der erste Einsatz beim Streckelegen, die Jagdmusik, der Umgang mit erlegtem Raubwild oder die sachkundige Erklärung zum Aufbrechen eines Stückes – all das sind Erfahrungen, die wir sammeln konnten. Hier lernen wir, worauf es beim waidgerechten Umgang mit erlegtem Wild wirklich ankommt.
Mit diesem reich gefüllten Rucksack an Eindrücken freuen wir uns nun auf das kommende Weihnachtsfest und dann die zweite Hälfte unserer Ausbildung, die Anfang des neuen Jahres startet. Besonders das kommende Schießtraining wird sicherlich aufregend – schließlich geht es nun immer näher auf die Prüfung zu und damit den Schritt ins eigene Jägerleben.
Unser Fazit zur Halbzeit: Die Kreisjägerschaft bemüht sich nicht nur, uns Wissen zu vermitteln; sie bildet uns zu verantwortungsbewussten, praxisorientierten Jägerinnen und Jägern aus, die die Tradition der Waidgerechtigkeit weiterführen möchten.
Zum Abschluss möchten wir uns bei allen, die uns bei unserer Reise begleitet, unterstützt und ihr Wissen mit uns geteilt haben, herzlich bedanken. Wir wünschen ihnen und allen, die diesen Beitrag lesen, eine besinnliche Weihnachtszeit, erholsame Stunden im Revier und ein glückliches neues Jahr. Horrido und Waidmannsheil!

Euer Durchgang 2025/2026