Mit dem August beginnt wieder die Zeit der Krähenjagd. Für viele Jägerinnen und Jäger ist dies ein wichtiger Bestandteil der aktiven Hege.
Anlässlich des Beginns der Jagdzeit wurde am 09.08.2026 auch im Revier Flensburg West den Rabenkrähen nachgestellt. Unterstützung auf vier Pfoten durfte dabei natürlich nicht fehlen: Gordon Setter Hündin Isi unterstützte die Jäger mit vollem Einsatz. Diese meisterte ihre Aufgabe hervorragend und zeigte einmal mehr, welchen wertvollen Beitrag ein gut ausgebildeter Jagdhund bei der Jagd leistet.
Am Ende konnte sich die Strecke sehen lassen: 36 Rabenkrähen kamen zur Strecke. Ein großer jagdlicher Erfolg und das Ergebnis einer gelungenen Gemeinschaftsjagd.
Die Bedeutung der Krähenjagd liegt vor allem in der Hege und im Schutz anderer Arten sowie landwirtschaftlicher Kulturen.
Rabenkrähen sind anpassungsfähige Allesfresser. Als Nesträuber nehmen sie auch Eier und Jungvögel. Gerade in Lebensräumen, in denen seltene Bodenbrüter ohnehin unter Druck stehen, kann die Bejagung deshalb einen Beitrag zur Hege leisten. Davon können beispielsweise Arten wie Wachtel, Kiebitz, Fasan und Rebhuhn profitieren. Letztere drei sind im Revier Flensburg West mittlerweile dank intensiver Hege (wieder) beheimatet.
Auch für die Landwirtschaft spielt die Krähenjagd eine Rolle. Rabenkrähen nehmen frisch ausgebrachtes Saatgut auf und können dadurch Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen verursachen. Ebenso sind Schäden an Silofolien und damit an eingelagertem Futter möglich.
Die Bejagung der Rabenkrähe ist damit für die Jägerschaft mehr als das Erzielen einer guten Strecke. Sie verbindet Wildtiermanagement, Niederwildhege und den Schutz landwirtschaftlicher Flächen. Dabei gehört eine waidgerechte Jagdausübung selbstverständlich ebenso dazu wie der respektvolle Umgang mit dem erlegten Wild.
Der Jagdtag im Hegering VI war mit 36 Rabenkrähen auf der Strecke ein beachtlicher Auftakt in die neue Jagdzeit.



