Ansitzjagd auf Raubwild

Am vergangenen Wochenende fand in den Revieren unseres Hegering erneut die gemeinschaftliche Ansitzjagd auf Raubwild statt. Diese bietet unseren revierlosen Hegeringmitgliedern und Jungjägern – von denen diesmal insgesamt 12 unserer Einladung gefolgt sind – eine Möglichkeit zur Jagdausübung. Hierfür möchten wir uns bei den Revierinhabern herzlich bedanken. Die teilnehmenden Jäger bekommen dabei traditionell einen Hochsitz vom jeweiligen Revierinhaber zugewiesen, den sie über das Wochenende nach belieben beziehen können, um nach den Vorgaben des Revierinhabers zu waidwerken. 

Da die Zahl an verkehrsunfallbedingt verendetem Wild in diesem Jagdjahr leider wieder deutlich angestiegen ist, haben sich die Revierinhaber entschieden, den teilnehmenden Jägern zudem weibliches Rehwild freizugeben. Aufgrund der vorherrschenden Witterungsbedingungen, die eine Jagdausübung am Freitag gänzlich ausschlossen, war insoweit besonders verantwortungsvolles Handeln der teilnehmenden Jäger geboten. Denn eine unnötige Beunruhigung des Wildes galt es in der Notzeit unbedingt zu vermeiden. Das erlegen von Stücken in Rehwildsprüngen verbat sich gänzlich und nur einzeln ziehende Stücke an Unfallschwerpunkten konnten guten Gewissens entnommen werden.

Raubwild kam – vermutlich ebenfalls durch die vorherrschenden Witterungsbedingungen – nur ganz vereinzelnd in Anblick, so dass in diesem Jahr erstmals keines erlegt werden konnte.  Vielleicht ist dies aber auch ein Zeichen der straffen Raubwildbejagung, der sich die Flensburger Reviere aus Liebe zum Niederwild verschrieben haben. Der deutliche Anstieg bei der Raubwildstrecke – insbesondere bei dem Neozon Marderhund – könnte sich hier also bereits bemerkbar machen, wofür auch der gute Hasenbesatz spricht. Immerhin lagen am Sonntag vier Stücke weibliches Rehwild auf dem Streckenplatz. Drei davon konnten unsere revierlosen Jagdgäste erlegen, denen wir hierzu ein kräftiges Waidmannsheil wünschen. Bei einem der Stücke handelte es sich sogar um ein 40 Stunden zuvor verunfalltes Reh, dass einen Wirbelsäulenbruch erlitten hatte aber trotz vorheriger Nachsuche nicht zur Strecke kam.

Am Sonntag trafen sich sodann alle Teilnehmer und deren Familienmitglieder bei herrlichem Sonnenschein bei unserem Hegeringleiter, Dr. med. Ralf Pursche, im Revier zum Verblasen der Strecke sowie zur leckeren Erbsensuppe. Diese wurde – wie bereits im Vorjahr – von der Hofschlachterei Nielsen aus Sieverstedt zubereitet. 

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmern, unserem Hegeringmitglied Michael Linn und seinem Hannoverschen Schweißhund Udo für die Bereitschaft zur Durchführung etwaiger Nachsuchen, den Helfern und insbesondere den Revierinhabern für die Ermöglichung diesr Veranstaltung.